Statistik: Hohe Krankheitskosten durch Demenz und Depressionen

Zu aktuellen statistischen Erhebungen - von Jürgen Rathje

Wie das Statistische Bundesamt am 11. August mitteilte, betrugen im Jahr 2008 die Kosten für Demenzerkrankungen 9,4 Milliarden Euro und für Depressionen 5,2 Milliarden Euro. Damit sind die Behandlungskosten bei psychischen Erkrankungen von 2002 bis 2008 besonders stark gestiegen. Allein bei Demenz und Depressionen erhöhten sich die Kosten in diesem Zeitraum um zusammen 3,5 Milliarden Euro beziehungsweise 32 Prozent.

Insgesamt sind die Krankheitskosten seit 2002 um 35,5 Milliarden angestiegen (plus 16 Prozent) und lagen im Jahr 2008 bei 254,3 Milliarden Euro. Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen waren dabei die Krankheitsgruppe mit den dritthöchsten Kosten: Noch höhere Kosten wurden 2008 lediglich durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen (37 Milliarden Euro) und Krankheiten des Verdauungssystems (34,8 Milliarden Euro) verursacht.

Anhand der Krankheitskostenrechnung schätzt das Statistische Bundesamt seit 2002 alle zwei Jahre die ökonomischen Folgen von Krankheiten für die deutsche Volkswirtschaft.

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