Lücken im System - Fazit zum I. Pflegetag Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin/sb/gmb. Die Zahl der in stationären Einrichtungen betreuten Menschen mit Demenz wird von derzeit zirka 40 auf bis zu 80 Prozent steigen, prognostizieren Branchenexperten. Sie entwickeln deswegen neue Wohnkonzepte zwischen Häuslichkeit und stationärer Einrichtung, um auch künftig die Betreuung zu sichern und die Qualität der Pflege zu halten. Vor diesem Hintergrund waren um die 70 geladenen Gäste aus verschiedenen gesundheitsmedizinischen und pflegerischen Einrichtungen am 3. November der Einladung zum ersten Pflegetag in Mecklenburg-Vorpommern gefolgt. Veranstalter war die Schweriner Unternehmensberatung GMB Rathje-Beck GmbH. Im Schweriner Hotel „Speicher am Ziegelsee“ erfuhren die leitenden Mitarbeiter, Führungskräfte und Manager aus den ambulanten und stationären Einrichtungen der Altenpflege, Vertreter von privaten Trägern und der Wohlfahrtspflege sowie von Krankenkassen Neuerungen aus den Bereichen der Steuerpolitik, Rechts- und Unternehmensberatung. So diskutierten sie Umsetzungsschwierigkeiten bei der Einführung der elektronischen Steuerkarten seitens der Finanzverwaltung. Aus diesem Grund behalten beispielsweise Steuerkarten von 2010 auch in 2011 ihre Gültigkeit. Festgestellt wurde, dass das neue Gesetz zur Patientenverfügung in der Praxis untauglich sei. Zum Thema »Dementielle Erkrankungen und zu erwartende Auswirkungen für das Gesundheitswesen«, referierte die Pflegewissenschaftlerin Gabriele Bartoszek. Die Wissenschaftlerin stellte klar, dass immer älter werdende Menschen im hohen Alter überproportional häufig an verschiedenen Demenzen erkranken. Das erfordere diverse Versorgungs- und Betreuungsmodelle. Diese Modelle würden derzeit so jedoch nicht umgesetzt.

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